durchweg fesselndes, lebendiges Musizieren...
— Lübecker Nachrichten

Der Deutsche Geiger Philip A. Draganov wurde in Hamburg in eine Musikerfamilie geboren.

Im Alter von vier Jahren erhielt er den ersten Violinunterricht bei seinem Vater Christo Draganov und bei Meike Thiessen und schon bald wurde er Schüler von Roland Greutter, dem 1. Konzertmeister vom NDR-Sinfonieorchester.

Bereits als 6-Jähriger gewann er mit dem 1. Preis bei „Jugend musiziert“ seinen ersten Wettbewerb. Mit 10 Jahren wurde er 1. Bundespreisträger bei „Jugend musiziert“ in Deutschland und wurde daraufhin als Vertreter der Bundesrepublik Deutschland für den internationalen Wettbewerb „Premio Mozart“ in Verona/Italien ausgewählt, bei dem er den Preis für eine RAI-EUROVISION-Fernsehproduktion gewann, die in 24 Länder ausgestrahlt wurde.

In den Folgejahren gewann er weitere Auszeichnungen und Wettbewerbe wie den „Wettbewerb zur Förderung junger Künstler“ und wurde von Gerd Albrecht für Konzerte in der Staatsoper Hamburg eingeladen. Mehrere Stiftungen wie die Oscar-und Vera-Ritter-Stiftung haben ihn während der Ausbildung mit Stipendien ausgezeichnet.

Als 12-Jähriger debütierte Philip Draganov als Solist mit den Hamburger Symphonikern in der Hamburger Laeiszhalle. Zahlreiche Fernsehauftritte im NDR-Fernsehen sowie Radioaufnahmen dokumentieren den Werdegang des jungen Künstlers.

Im Alter von 14 Jahren wurde Philip Draganov Jungstudent von Uwe-Martin Haiberg am Julius-Stern-Institut der Hochschule der Künste Berlin (heute: Universität der Künste). Im Anschluss studierte er an der New Yorker Juilliard School bei Margaret Pardee, Masao Kawasaki, Robert Chen und Kammermusik bei Felix Galimir.

Er setze sein Studium in Europa bei Herman Krebbers in Amsterdam, an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf bei Ida Bieler und an der Hochschule für Musik und Theater Hannover fort, wo er Violine bei Jens Ellermann und mit dem Streichquartett bei Hatto Beyerle (Alban Berg Quartett) studierte. Er schloss seine Ausbildung als Geiger an der Hochschule für Musik und Theater Zürich (heute Zürcher Hochschule der Künste) bei Nora Chastain ab. Nach seinem Studium hat sich Draganov bei Prof. Elizabeth Wallfish in London in Barockvioline weitergebildet. Meisterkurse bei Ana Chumachenco, Thomas Brandis, Rosa Fain und Marina Yashvili runden seine Ausbildung ab.

Mit seiner „überschäumenden musikalischen Kraft und impulsiven Virtuosität“ (Hamburger Abendblatt) begeistert Draganov nun seit über 30 Jahren das Publikum in Europa, Asien und den USA. Er konzertierte in den wichtigsten Konzertsälen der Welt wie der Carnegie Hall/New York, der Tonhalle Zürich, dem National Centre for the Performing Arts (NCPA) in Beijing, der Kölner Philharmonie, dem Festspielhaus Baden-Baden oder der Alten Oper in Frankfurt und bei bedeutenden Festivals wie dem Aspen Music Festival/USA oder dem Schleswig-Holstein-Musik-Festival.

Als leidenschaftlicher Kammermusiker spielt er regelmässig in wechselnden Formationen von Duo bis Oktett.

Nach seiner im Jahre 2009 veröffentlichten, und in Fachkreisen hoch gelobten CD mit Sonaten von Franck,  Brahms und Schnittke,  wurde im Februar 2017 seine neue Solo-CD „The Violin Battle“ mit Werken von Bach und Ysaÿe bei Solo Musica veröffentlicht. Die CD wird von SONY MUSIC in Europa und von NAXOS weltweit vertrieben.

Neben Soloauftritten und Kammermusikkonzerten wird Draganov von verschiedenen Orchestern angefragt und übernimmt auch gerne Aufgaben als Konzertmeister oder Stimmführer. Er arbeitete mit Dirigenten wie Günter Wand, Herbert Blomstedt, Christoph von Dohnány, Michael Tilson Thomas, Alan Gilbert, Bernard Haitink, Sir Roger Norrington, oder Christoph Eschenbach in verschiedenen Orchestern wie dem NDR-Sinfonieorchester/Hamburg, dem Saarländischen Staatstheater Saarbrücken oder dem Zürcher Kammerorchester.

Seit 2009 ist Draganov künstlerischer Leiter von YOUTH CLASSICS.

Er spielt eine Violine des Italieners Tomaso Balestrieri aus dem Jahr 1769 und eine Violine des Deutschen Geigenbauers Peter Greiner.

Philip Draganov lebt in der Nähe von Zürich.

... so innerlich mit solcher Emphase spielte und lebte dieser junge Musiker die Musik, dass es schien, dies sei das aktuellste, was man überhaupt darbieten könne... Federleicht hob er an und geriet in einen Tanz mit seinem Instrument, dem er die wunderbarsten Klänge entlockte, voll von gespannter Intensität. Durch seine vollständige Identifizierung mit der Musik war es ihm möglich, die subtilsten Stimmungen dieses Konzertes zu treffen.
— Kieler Nachrichten